Handicap-Turnier 2017

 

Das Handicap-Turnier der Fortunen: traditionsreich und in meinen Augen spannend und frustrierend zugleich. Am vergangenen Dienstag (28.03.2017) wurde es bereits zum 34. Mal ausgetragen. 34 Jahre Handicap-Turnier - eine lange Zeit. Ich persönlich nehme allein schon dies zum Anlass, mit großem Respekt bei diesem Turnier anzutreten. Außerdem fällt mir während des Schreibens dieses Berichts auf, dass Fortuna Oberhausen in nicht mal mehr 6 Jahren ein großes Ereignis zu feiern hat. Denn am 1. Januar 1973 wurde der BC Fortuna Oberhausen gegründet und hat dann bereits ein halbes Jahrhundert auf dem "Buckel". 6 Jahre ist es nun auch schon her, dass ich das letzte mal am Handicap-Turnier teilgenommen habe. Damals musste ich mich im letzten Finalspiel gegen Dirk geschlagen geben.

Aber jetzt zum eigentlichen Turnierbericht, den ich natürlich aus meiner eigenen Sichtweise schreibe. Es haben sich in diesem Jahr 10 Fortunen dazu angemeldet. Schade dass es nur so wenige waren. Liegt das vielleicht daran, dass es ein zeitlich sehr langes Turnier ist? Zumindest sind bereits einige Teilnehmer, die es nicht ins Finale geschafft haben, frühzeitig nach Hause gefahren. Mein Dank geht daher vor allem an die Fortunen, die bis zum Ende durchgehalten und mitgefiebert haben. Aber auch die Angestellten unserer Heimbahn waren offensichtlich sehr froh, als das letzte Spiel endlich gespielt und die Siegerehrung vollzogen war.

Aufgrund der Tatsache, dass die 1. Herrenmannschaft komplett am Turnier teilgenommen hat, wurden die 3 Spiele der Vorrunde als Qualifikation für den letzten Ligaspieltag genutzt. So kam es, dass hier allerhand hohe Ergebnisse gespielt wurden. Doch auch die anderen Spieler schienen sehr motiviert zu sein, einen der Trainingszuschüsse zu ergattern. Der (Netto-)Schnitt lag in dieser Runde bei stattlichen 196,3 Pins. Dennoch mussten mit Dirk und Hermann-Josef bereits zwei Spieler aufgrund zu niedriger Ergebnisse aus dem Turnier ausscheiden. Allerdings sollte erwähnt werden, dass der achtplatzierte Wolfgang inklusive Handicap 615 Pins, Dirk und Hermann-Josef je 611 bzw. 609 Pins erzielt haben. Die Ergebnisse lagen somit sehr eng beieinander.

In der Zwischenrunde wurden noch einmal 2 Spiele gespielt, um die vier Teilnehmer für das Masters-Finale zu ermitteln. Ich selber lag nach Vor- und Zwischenrunde auf dem 1. Rang. Christoph H. ist vom 2. auf den 3. Rang "abgerutscht" und Karl-Heinz und Christoph K. spielten sich auf die Ränge 2 und 4 vor. Thorsten und Rafael verloren damit ihre Endrunden-Platzierungen. Willi fehlten lediglich 18 Pins und auch für Wolfgang reichte das erzielte Ergebnis nicht aus.

Somit ging es nun in das "komplizierte" Masters-Finale. Warum kompliziert? Tja, das weiß ich auch nicht. Aber scheinbar haben auch nach all den Jahren noch nicht alle so recht verstanden, wie das Finale eigentlich genau durchgeführt wird. Der Aufbau des Spielplans gibt so manchem Teilnehmer dabei den Rest. Also nochmal ganz kurz zusammengefasst: Ein Spieler scheidet erst nach zwei Niederlagen aus dem Turnier aus. Die Verlierer des 1. Spiels spielen im 2. Spiel gegeneinander. Der Verlierer dieses Spiels hat damit zwei Niederlagen und ist raus. Mit diesem Modus steht nach dem 2. Spiel der viertplatzierte, nach dem 3. Spiel der drittplatzierte und nach dem 4. oder 5. Spiel der Sieger fest.

Das Ganze jetzt ausführlich: In der 1. Runde traten Christoph K. (4. nach Vor- und Zwischenrunde) und ich (1.) sowie Karl-Heinz (2.) und Christoph H. (3.) gegeneinander an. Hierbei konnten Karl-Heinz (216:195) und ich (241:180) uns gegen unsere Kontrahenten durchsetzen. Somit hatten die Christophs beide je eine Niederlage und wanderten auf die "Verliererseite". Karl-Heinz und ich kamen damit auf die "Siegerseite" (beide ohne Niederlage).

Im 2. Spiel traten nun die Verlierer und die Sieger der 1. Runde gegeneinander an. Hier kämpfte sich Christoph K. zurück ins Turnier und fügte Christoph H. damit die zweite Niederlage und den 4. Platz zu (226:182). Währenddessen hatte ich schon mit Konzentrationsmangel zu kämpfen und bemerkte dummerweise meine Probleme bei der Ballabgabe nicht richtig. So kam es wie es kommen musste und ich habe mir nach langer Zeit mal wieder den Daumen aufgespielt. Danke an meinen Gegner Karl-Heinz, der mich sofort mit Flüssigpflaster (auch bekannt als Kollodium) versorgte und an Doris, die mir dabei half, dass dünne Seidenplättchen mit dem Flüssigpflaster auf meinem Daumen zu befestigen. Nachdem das Brennen nach ca. 1 Minute aufgehört hat, konnten Karl-Heinz und ich unser Spiel fortsetzen. Dies ging mit 195:182 Pins an meinen Gegner. Für Karl-Heinz bedeutete dies ein Spiel Pause, da er noch keine Niederlage zu verzeichnen hatte.

Im 3. Spiel traten somit also nun Christoph und ich zum zweiten Mal aufeinander. Ich habe es leider nicht mehr geschafft zurück ins Spiel zu finden und somit ging der Sieg verdient an Christoph, der mich mit 235 zu 200 Pins deutlich besiegte. Da ich nun zwei Niederlagen kassiert habe, war auch für mich das Turnier vorbei und ich landete damit auf dem 3. Platz.

Damit hießen die letzten übrigen Teilnehmer jetzt noch Karl-Heinz (bisher ohne Niederlage) und Christoph (eine Niederlage). Auch im 4. Spiel schaffte dieser es eine sehr gute Leistung zu zeigen. Karl-Heinz war mit 194:236 Pins chancenlos. Was bedeutet diese Niederlage nun? Genau, ein weiteres Spiel, da man ja erst nach zwei Niederlagen ausscheidet. Karl-Heinz schaffte es zwar, wieder etwas ins Spiel zurückzufinden, aber Christoph hatte einfach einen sehr guten Lauf. Dieser konnte im letzten Spiel noch einmal 236 Netto-Pins aufs "Parkett" legen. Damit ging auch dieses Spiel mit 247:215 an den absolut verdienten Turnier-Sieger Christoph Kallenberg.

Nun wurden noch schnell die Siegerehrung abgehalten und ein paar Fotos gemacht. Damit ging ein langer Turnierabend weit nach 23 Uhr zu Ende. Für mich ist dieser Modus immer noch einer der interessantesten, da man sich immer wieder ins Turnier zurückspielen kann, wie es Christoph K. sehr gut demonstriert hat.

Zum Abschluss möchte ich gern noch die sehr guten Nettoschnitt-Leistungen von Christoph Heinen (197,7), Karl-Heinz (204,8), Christoph Kallenberg (209,1) und Florian (213,9) erwähnen.

Ich hoffe euch hat das Turnier genauso viel Spaß gemacht wie mir. Vielleicht treten im nächsten Jahr ja auch wieder mehr Fortunen an.

Mit sportlichen Grüßen
Florian Hörmann

 

Siegerfoto HDC 2017

v.l.: Florian Hörmann (3.), Christoph Heinen (4.), Karl-Heinz Bickmann (2.), Christoph Kallenberg (1.)